Inge

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Inge wurde am 2. März 1980 im Zoo Frankfurt geboren und von Hand aufgezogen. Ihre Eltern sind Matze und Dorette. Zur Ergänzung der geplanten Zuchtgruppe wurde sie am 11. September 1984 dem Zoo Zürich abgegeben.

Augrund ihrer ruhigen und zurückhaltenden Art war sie die Rangniederigste Gorillafrau und hatte nie eine enge Beziehung zur Dominanten Mamitu. Sie schenkte ihre Aufmerksamkeit mehrheitlich N'Gola.

Ihr erstes Baby Neema kam am 01. Juli 1987 auf die Welt und wurde in den Armen der Ranghöchsten Gorillafrau Mamitu gefunden. Warum Inge ihr Kind abgab, konnte nicht geklärt werden.

Sobald aber Inge ihr Kind berühren wollte, schirmte Mamitu die kleine Neema von ihr ab. Diese Abweisungen führten dazu, dass Inge vermehrt den Kontakt zu Mamitu's einjährigen Sohn Moja suchte. Aber auch da wurde sie von Mamitu zurechtgewiesen und Inge zog sich zurück. Als der aggressiv auftretende N'Gola eine Weile separiert werden musste, zeigte sie auf einmal wieder mehr Gefallen an Moja und auch der Kontakt zu ihrem Kind Neema wurde vermehrt gesucht. Mamitu gestattete daraufhin Inge, bei ihr sitzend, mit den Kindern Moja und Neema spielen zu dürfen. Als N'Gola wieder zur Gruppe stiess, verlor Inge wieder die Zuwendung an die Kinder. Ihre Kontakte reduzierten sich leider wieder.

In der Zeit als sie im Zoo Zürich Zuhause war konnte sie zwischen 1987 und 1995 sieben Mal für Nachwuchs sorgen, wobei drei davon das erste Lebensjahr nicht überstanden. Die Töchter Neema sowie Viringika sind in deutschen Zoos untergebracht. Ihre beiden Söhne Pole Pole und Rafiki leben in der Junggesellengruppe im Loro Parque auf Teneriffa.

© Dr. Christian R. Schmidt / Inge in Zürich
© N. Bahr / Inge in Zürich

Zwölf Jahre nach ihrer letzter Geburt kam Mayombe auf die Welt

Der Zoo Beauval, in Frankreich, plante eine eigene Gorilla-Zuchtgruppe zu halten. Da Inge sich nie in die Zürcher-Gorillafamilie integrieren konnte und stets eine Aussenseiterin war, wurde sie am 13. Mai 1997 dem Zoo Beauval übergeben. Ein paar Tage davor trafen der Gorillamann Yangu sowie die Gorilladame Sheila im Zoo Beauval ein. Zeit verstrich doch über eine Geburt konnte nicht berichtet werden. Trotz weiteren Damenbekanntschaften blieb der Gorillamann ohne jeglichen Nachwuchs. Nach etlichen versuchen, die richtige Damen für Yangu zu finden wurde festgestellt, dass er zeugungsunfähig ist. Der Zoo Beauval entschied Yangu als Oberhaupt zu ersetzen.

Am 12. Juni 2006 kam Asato, der jüngere Bruder von N’Gola, und übernahm das vorliegende Harem. Er zögerte nicht lange und war schon ein Jahr nach seiner Ankunft produktiv. Zwölf Jahre nach Inge’s letzter Geburt konnte am 21. Oktober 2007 die Niederkunft von Mayombe registriert werden. Wiederum einige Jahre später, am 21. Januar 2013 brachte sie den Gorillamann Kivu auf die Welt.

Die Gorillagruppe ist binnen kurzer Zeit um sieben Jungtiere gewachsen und benötigt nun mehr Platz. Seit dem Machtwechsel lebt Yangu allein im Nachbargehege. 2013 will der Zoo Beauval die Situation verbessern, indem eine neue Anlage für eine Junggesellengruppe gebaut wird. Gute Aussichten für Yangu in Zukunft wieder sozialen Kontakt zu erhalten.

Inge ist voll integriert und akzeptiert aber wie damals im Zoo Zürich ist sie aufgrund ihrer Charaktereingenschaften die Rangniederigste Gorillafrau innerhalb der Gorilla-Familie des Zoo Beauval.

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