Quenta

Ihr Weg führt über den Zoo Saarbrücken

© Becker&Bredel

Am 09. Juli 1990 wurde Quenta geboren. In den darauffolgenden Jahren konnte sie in der sozialkompetenten Gorilla-Familie auf dem Zürichberg ihre Kindheit durchleben und mit ihren Halbschwestern Oya und Ruya zu einer Dame heranwachsen. Mit eintreten der Geschlechtsreife ist es, wie in freier Wildbahn, an der Zeit das warme Nest zu verlassen und sich einer neuen Familie anzuschliessen.

Der Zoo Saarbrücken versucht seit Jahren eine Zuchtgruppe aufzubauen. Sämtliche Versuche scheiterten die geeignete Zusammensetzung zu finden. In der Folge wurden Gorillas eingesetzt und wieder ausgetauscht.

Am 20. September 1995 wurde Quenta zusammen mit ihrer Halbschwester Ruya dem Zoo Saarbrücken übergeben. Da Quenta in Saarbrücken rund zehn Jahre kinderlos blieb sollte sie im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) abgegeben werden.

Die lange Reise ins Land der aufgehenden Sonne

Am 12. Oktober 2005 wurde Quenta dem Zoo Rotterdam übergeben. Dort traf sie auf den Berliner Bokito und die Rotterdamerin Astra. Sie drei sollten als holländisches Staatsgeschenk zusammen die lange Reise nach China, in den Zoo Shanghai, unternehmen.

Ein Tauziehen über Recht und Unrecht fand zwischen den betroffenen Zoo’s, der örtlichen Politik, den Tierschützern sowie das europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) statt. Die verschiedensten Argumente und Gegendarstellungen führten zu einem Skandal der beim Dachverband europäischer Zoos (EAZA) zu einem Abschluss fand.

Die EAZA unterstützte das Vorhaben des europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), drei Gorillas an den Zoo Shanghai abzugeben. In der Zwischenzeit hatte der Zoo Shanghai das geplante neue Affenhaus errichtet und es war bezugsbereit. Am 12. April 2007, mit ein wenig Verzögerung, war es soweit. Quenta und Astra wurden, wie vorgesehen, dem Zoo Shanghai übergeben. Anstelle von Bokito, der im Zoo Rotterdam blieb, wurde der Rotterdamer Dango als männlicher Ersatz mitgegeben. Zwischen Dango und Astra gab es bereits Nachwuchs zu verzeichnen. Die nach wie vor kinderlose Quenta übernimmt dabei die Rolle der fürsorglichen Tante.

© Becker&Bredel
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