Vimoto

Der feurige vom Zürichberg

© KEYSTONE / Mamitu mit Vimoto

Am 11. März 1995 wurde Vimoto geboren. Der Name Vimoto bedeutet in der Suaheli-Sprache „Feuer“. In den  darauffolgenden Jahren konnte er in der sozialkompetenten Gorilla-Familie auf dem Zürichberg seine Kindheit durchleben und zu einem Schwarzrücken heranwachsen.

Mit eintreten der Geschlechtsreife ist es, wie in freier Wildbahn, an der Zeit das warme Nest zu verlassen und sich einer neuen Familie anzuschliessen. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) wurde Vimoto einem bestimmten Zoo zugeteilt. Bevor es aber soweit war, wurde er zwischenzeitlich zusammen mit seinen Halbschwestern Viringika und Vizuri, am 23. Januar 2001, ins neu erbaute Pongoland des Zoo Leipzig umgesiedelt. Der „feurige“ Vimoto versuchte beharrlich die Gorilladamen zu umgarnen. Der ansässige Silberrücken Gorgo hatte ihn jedoch stets durch wegbeissen daran gehindert. Gorgo war nicht bereit, sein Harem mit ihm zu teilen. Nach rund einem Jahr war es soweit, dass Vimoto an den definitiven Standort Zoo La Boissiere du Doré in Frankreich  abgegeben werden konnte.

Von der Junggesellen-Gruppe zum Harem

Am 03. April 2002 wurde Vimoto in den Zoo La Boissiere du Doré nach Frankreich transferiert. Rund sieben Jahre verbrachte er in einer Junggesellen-Gruppe, getrennt vom Duft der weiblichen Gorillas. Dies ist keine Seltenheit, da männliche Tiere wesentlich häufiger geboren werden.

Eines Tages, im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wurde Vimoto am 26. November 2009 in den Zoo Wuppertal gebracht. Er nahm hiermit den Platz des verstorbenen und kinderlosen Silberrückens Tam Tam ein. Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht konnte er bis dato nicht sammeln und entsprechend schüchtern verhielt er sich zu Beginn. Vielfach neigen Gorillamänner, die Damen bei der ersten Begegnung ruppig anzugehen, Vimoto kompensierte sein Unerfahrenheit mit viel Charme. Er eroberte die Herzen der vier Wuppertaler-Damen mit einem kumpelhaften Schups und einem vergleichsweise sanften Wurf zu Boden.

Mit Vimoto erhoffte sich der Zoo Wuppertal den ersten Nachwuchs in der Geschichte verzeichnen zu können. Am 16. Januar 2011, die traurige Mitteilung, Gorillafrau Ukiwa hatte eine Totgeburt. Aber am 16. März 2012 war es endlich soweit, die Gorillafrau Grace gebar das Mädchen Vana. Und nur 6 Tage später, am 22. März 2012 stellte das Mutterglück, mit der Geburt des Knaben Tebogo, bei Ukiwa ein. Leider waren beide Mütter nicht bereit, ihre Babys anzunehmen. Damit die Halbgeschwister gemeinsam aufwachsen können, wurde sie in die Gorilla-Kinderstube der "Wilhelma" in Stuttgart gebracht.

Vimoto hatte nach langer Wartezeit, seinen Bestimmungort gefunden. Er bereitet seinen Damen, sowie dem Zoo Wuppertal, mit seiner Art und Weise viel Freude. So ist es zu wünschen, dass die Erfolgsgeschichte mit weiteren erfolgreichen Geburten fortgeführt werden kann.

© A.J. Havenkamp
© A.J. Havenkamp
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