N'Pongo

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Über einen Tierhändler erwarb Gerald Durrell, Mithilfe von Spenden der Reichen der Insel Jersey, ein Gorilla-Baby für £ 1200. Am 22. November 1959 wurde im Tierheim der Königlichen Gesellschaft zur Verhinderung von Tierquälerei in London das etwas zweijährige Gorilla-Baby abgeholt. Das Baby wurde fortan N’Pongo genannt. Da das Gehege noch nicht fertig gebaut war, wurde N’Pongo die erste Zeit in der Wohnung von Gerald Durrell untergebracht. Zu diesem Zeitpunkt ging man davon aus das N’Pongo ein Gorillamann sei. Innert einem Jahr verdoppelte sich die Grösse von N’Pongo und man machte sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin.

Durch den damaligen Tierhändler, der bereits N’Pongo geliefert hatte, bestand die Möglichkeit einen weiblichen Gorilla zu erwerben. Der Tierhändler verlangte dieses Mal £ 1.500. Wiederum fehlte Gerald Durrell das notwendige Geld. Durch Teilzahlungen konnte schlussendlich der Kauf abgewickelt werden. So kam Nandi am 04. November 1961 nach Jersey.

Im Gegensatz zu N’Pongo war Nandi sehr scheu und zurückhaltend. An der Oberseite ihres Schädels war eine Narbe, die sechs oder sieben Zoll gemessen hatte. Die Verletzung wurde wohl bei der Gefangenschaft verursacht. Trotz unterschiedlichen Charakteren konnten Nandi und N’Pongo erfolgreich zusammengeführt werden. N'Pongo und Nandi wuchsen schnell heran.

Eines Tages erkrankt N'Pongo. Sie nahm nur noch wenig Nahrung zu sich und verlor mit erschreckender Geschwindigkeit an Gewicht. Die Fröhlichkeit und Ausgelassenheit entwich aus ihrem Gesicht. Die Ärzte stellten, durch ihre verkrampfte Haltung und dem akuten Durchfall, eine Darmentzündung fest. Die geschwächte N’Pongo musste mittels Injektion behandelt werden. Das Medikament zeigte erfreulicherweise die gewünschte Wirkung und N’Pongo erholte sich schon bald wieder.

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Es war an der Zeit, für die beiden Damen den passenden Mann zu finden. Am 26. April 1972 traf, vom Zoo Basel, Jambo ein. Er wurde drei Tage später, mit den beiden Damen N'Pongo und Nandi, anlässlich der Eröffnung des neuen Gorilla-Hauses, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Jambo gefiel Nandi auf Anhieb. N’Pongo beäugte ihn mit Misstrauen und beobachtete Jambo zunächst aus sicherer Distanz. In den darauffolgenden Wochen wurde das Interesse der beiden Damen jedoch so gross, dass sie Jambo auf Schritt und Tritt verfolgten. Trotz erfolgreichen Paarungen wiedersetzte sich die temperamentvolle N'Pongo beharrlich gegen Jambo's Unterwerfung. Da N'Pongo und Nandi es nicht gelernt hatten mit ihren Neugeborenen umzugehen, mussten die ersten sechs Kinder von Hand aufgezogen werden.

 

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Zwischen 1973 und 1991 konnte sie, jeweils mit Jambo, acht Mal für Nachwuchs sorgen. Bis auf Kumi und Hlala Kahili leben und lebten allesamt verstreut in anderen Zoos auf der Welt. Darunter ihr Sohn N’Gola das heutige Oberhaupt der Gorilla-Familie im Zoo Zürich. Er war in der Geschichte des Zoo Jersey das erste Kind das von N'Pongo grossgezogen wurde.

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