N'Yokumi

Eine turbulente Anfangszeit

© Juri Ritter / N'Yokumi mit 9 Monaten

N'Yokumi wurde am 27. Februar 2001 im holländischen Arnhem's Burger Zoo geboren. Ihre Eltern sind Gorgo und N'Diki. Mutter N'Diki vernachlässigte ihre neugeborene N'Yokumi, aber zum Glück sprang die hochschwangere Sophie als Amme ein und nahm N'Yokumi an sich. Leider währte das Glück nur kurz. Am 05. März 2001 wurde Gorgo abgegeben und der jüngere Bauwi nahm seinen Platz ein. Die Adoptiv-Mutter stiess fortan die kleine N'Yokumi ab. Die Tierpfleger versuchten daraufhin N'Yokumi einer anderen Stiefmutter innerhalb des Clan's zu zuführen. Es klappte aber nicht. So musste sie, mit knapp einem Jahr am 11. Januar 2002, in den Zoo Wilhelma nach Stuttgart in die Aufzucht-Station für Menschenaffen gebracht werden. Am 02. Juni 2005 wurde sie vom Zoo Zürich übernommen. N'Yokumi sollte, als von Hand aufgezogenes Jungtier, in eine sozial gut funktionierende Gorilla-Familie eingebunden werden. Hier hat sie durch die Sanftmütigkeit und Geduld N'Gola's, trotz anfänglichen Schwierigkeiten, bald eingelebt und konnte, als Anschauungsunterricht, die Geburten und Aufzucht von Eyenga und Enea mitverfolgen.

Erfahrung und Entwicklung

© Juri Ritter / N'Yokumi mit Mahiri

Nach einer Todgeburt am 27. August 2009, erblickte am 26. Februar 2011 das Gorilla-Mädchen Libonza das Licht der Welt. N‘Yokumi kümmerte sich Liebevoll um ihr Baby. Doch eines Tages wurde Libonza  mit schweren Frakturen und einer Fleischwunde, in den Armen von N’Yokumi, aufgefunden. Die Verletzungen wurden als gravierend beurteilt. So musste Libonza leider am 27. Mai 2011 eingeschläfert werden. Eine Trauer war bei N’Yokumi nicht bewusst fest zustellen. Zunächst schien sie etwas zu suchen, doch innert kurzer Zeit verhielt sie sich wie vor dem Ereignis. Schwer zu sagen, was in N’Yokumi vorging. Jedes Individuum reagiert auf Schicksalsschläge anders.

Am 13. August 2012 stellte sich das Mutterglück erneut ein. Sie gebar das Gorilla-Mädchen Mahiri. Es ist ein rührender Anblick, wie N’Yokumi ihr Baby umsichtig und zärtlich umsorgt. Sie lässt, bis auf Mamitu, keinen an die kleine Mahiri heran. Sobald die Jungtiere Habibu, Haiba und Mary Zwo herumtoben, schützt sie ihr Baby, indem sie den höchsten Punkt der Anlage aufsucht und sich dort unauffällig verhält oder aber sich in ihr Nachtquartier zurückzieht.

Ihre Entwicklung ist beeindruckend. Vom anfänglich unwillkommenen Sprössling, wurde sie in der Gruppe von N'Gola zu einer sehr liebevollen und voll akzeptierten Frau und Mutter.

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