Stefi (Christopher)

Vorgeschichte

Ansichtskarte

Im Jahre 1951 kaufte der Zoo Columbus für 10.000 $ drei Gorillas von einem Anbieter. Eine Vielzahl an Gorillas mussten dabei getötet werden um das Trio zu erhalten. Eine unrühmliche Aktion in der Geschichte des Zoo Columbus.

Ein Wettbewerb entschied über die Namensgebung. Baron Macombo war mit geschätzten fünf Jahren, dass älteste der drei Gorillas. Der Jüngste wurde Christopher (wie der Entdecker Christopher Columbus) und die knapp zwei Jahre alte Gorillafrau wurde Christina getauft. Später bekam Christina den neuen Namen Millie, benannt nach der Ehefrau des Zoodirektors.

Da man zu dieser Zeit noch keinerlei Erfahrung im Umgang mit Gorillas hatte, wurden sie vorwiegend mit Fleisch gefüttert, man wusste nicht, dass sich Gorillas rein pflanzlich ernähren. Die drei Gorillas wurden unwissend getrennt von einander in kleinen Käfigen gehalten. In freier Wildbahn leben sie in Familienverbänden.

Im Austausch mit zwei Nashörner und zwei Geparden

Schon bald erkannte man, dass die drei zusammengeführt werden sollten. Christopher war von den Dreien deutlich der kleinste und schwächste. Dies führte dazu, dass er von den beiden älteren Gorillas nicht in ihre Spiele eingebunden wurde. Auch in anderen Lebenslagen musste er zurückstehen. Christopher wurde daher alleine Gehalten und die beiden Anderen schlossen sich zu ein Paar zusammen.

Diese unbefriedigende Situation bewog den Zoo Columbus zu handeln. Durch die Tierhandlung H. Ruhe aus Hannover gelang es dem Zoo Basel, im Austausch für zwei Nashörner und zwei Geparden, den kleinen Gorillamann Christopher zu erwerben.

Die erste Begegnung mit Achilla

Ansichtskarte

Am 16. September 1954 kam Christopher in Basel an und wurde fortan Stefi genannt. Es musste festgestellt werden, dass er kaum klettern konnte. In seinem Käfig im Zoo Columbus fehlten hierfür die Möglichkeiten. Stefi war zwar zahm, aber an die Tischsitten von Achilla konnte er nicht mehr gewöhnt werden.

In benachbarten Käfigen wurden Achilla und Stefi einander näher gebracht. In dieser Zeit konnten sie sich beobachten und beschnuppern. Nach rund drei Wochen wurde der Trennschieber geöffnet und beiden Gorillas konnten sich das erste mal direkt begegnen. Der damals noch deutlich kleiner Stefi wurde von Achilla sogleich umworben. Zu diesem Zeitpunkt führte der Zoo Basel als einziger auf dem europäischen Festland ein nahezu erwachsenes Gorilla-Paar. Mit Spannung erwartete man die weitere Entwicklung des Paares.

Er schrieb, mit der Geburt von Goma, Zoogeschichte

© Jörg Hess

Stefi war der Vater des ersten, in einem europäischen Zoo geborenen Gorilla-Babys und das Zweite weltweit. Am 23. September 1959 wurde Goma geboren.

Er zeugte, in seinem erfüllten Leben, mit seinen beiden Auserwählten Achilla und Kati acht Nachkommen. Von seinen Nachkommen leben nur noch die beiden Töchter Goma und Quarta. Beide hochbetagten Damen haben nie ihre Geburtsstätte in Basel verlassen.

Stefi hatte im Zoo Basel ein friedliches und harmonisches Leben. Am 06. September 1981 starb Stefi an einer Darm- gefolgt von einer Nierenbeckenentzündung.  

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